Arbeitsschwerpunkte

ANGST / PANIK
Ein wesentlicher verhaltenstherapeutischer Baustein ist die genaue Analyse jener Bedingungen, die für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Ängsten herangezogen werden können. Je nach Problemlage wird gemeinsam mit dem Betroffenen ein Therapieplan erstellt, der eher angst-/phobie- oder eher defizitorientiert sein kann. In einer auf Angstbewältigung ausgerichteten Therapie kommen, wie auch bei anderen Angststörungen, sogenannte kognitive Verfahren und Konfrontationsverfahren zur Anwendung. Für die erwähnten Verfahren liegen die Erfolgsraten zwischen 60 und 80%.

DEPRESSION
Die Depression im medizinischen Sinne ist an gedrückter Stimmung, Freud- und Interesselosigkeit sowie Antriebsarmut erkennbar. Ein zentraler Motor in der Aufrechterhaltung von Depressionen sind die belastenden Wahrnehmungs- und Denkmuster, sog. „Kognitionen“. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen sind beispielsweise die Analyse negativer Kognitionen, die Suche nach aktuellen, emotional positiv besetzten Erfahrungen sowie die generelle Stärkung des Selbstwertgefühls.

ZWANG
Die Verhaltenstherapie gilt heute, oft in Kombination mit medikamentöser Behandlung, als die Therapie der Wahl bei Zwangsstörungen – sowohl hinsichtlich einer gezielten Symptomreduktion, als auch hinsichtlich der Therapie der Ursachen und der (Rückfall)-Risikofaktoren in der Lebensführung. Die Langzeit-Erfolgsquoten für Verhaltenstherapie liegen zwischen 50-80%.

BELASTUNG & STRESS
In der aktuellen Stressforschung kommt der Wechselwirkung von Anforderungen und Ressourcen einer Person große Bedeutung zu. Zu den Ressourcen zählen etwa soziale Kompetenz und Persönlichkeitsmerkmale mit einem positiven Einfluss auf Stressresistenz. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen unterstützen die Gefühle von Bewältigbarkeit und Bedeutsamkeit des Lebens und entwickeln gemeinsam mit dem Klienten Bewältigungsstrategien (Coping) für die individuellen Stress-Situationen.

EMOTIONAL INSTABILE (BORDERLINE-) PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG
Eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung ist mit langfristigen Problemen in der Steuerung von Gefühlen und mit innerer Anspannung verbunden und kann umfangreiche Auswirkungen haben;

  • in zwischenmenschlichen Beziehungen, diese können konflikthaft und instabil sein
  • Selbstbeschädigungen, Selbstverletzungen, ausgeprägte Spannungs- und Angstgefühle
  • Empfindungen von innerer Leere und Selbstentwertung

Ein wichtiger verhaltenstherapeutischer Behandlungsansatz ist die Emotions- und Verhaltensregulation. Die Therapie zielt darauf ab, typische Verhaltensstrategien zu verändern und Gegensätze, die die Betroffenen erleben, allmählich aufzulösen sowie psychische und soziale Kompetenzen zu fördern.

 

 

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